
Die Stuttgarter Krimipreise 2026 werden in vier Sparten verliehen:
SPARDA-KRIMIPREIS 2026
dotiert mit 5.000 Euro
RSM EBNER STOLZ-WIRTSCHAFTSKRIMIPREIS 2026
dotiert mit 1.500 Euro
THALIA-DEBÜTKRIMIPREIS 2026
dotiert mit 1.500 Euro
POLITIKKRIMIPREIS DER HEINRICH BÖLL STIFTUNG
BADEN-WÜRTTEMBERG 2026
dotiert mit 1.500 Euro
Begründung der Jury:
„Drvenkar hat ein großartiges Buch geschrieben, mit starken, manchmal widersprüchlichen und oft auch widerwärtigen Persönlichkeiten, mit denen man bangt, die man verabscheut, manchmal wandeln sich die Gefühle beim Lesen und allein das ist mehr, als die meisten Autoren schaffen. Ein herausragendes Buch.“
Begründung der Jury:
„Unaufgeregt und ausserordentlich spannend erzählt Wacker von Mord, Geständnissen und Lügen in einem Fall, der uns in die Hinterzimmer der Politik, die Machenschaften der Energiewirtschaft und die Welt des Wasserstoffs blicken lässt. Sehr lesenswert!“
Begründung der Jury:
Susanne Kaiser nutzt ihre Expertise langjähriger Forschungen zur neuen Gewalt gegen Frauen für ein packendes Krimidebüt. Sie beschreibt eindrücklich die Macht digitaler Kanäle, die dunklen Netzwerke von Männern genutzt, um junge Mädchen sexuell zu missbrauchen. Gleichzeitig geben dieselben Kanäle den Opfern die Möglichkeit, ihre Wehrlosigkeit zu überwinden und zurückzuschlagen. Mit ihrer verdeckten Ermittlerin Obalski hat sie eine glaubwürdige, authentische Hauptfigur geschaffen, der man gerne in neuen Fällen wieder begegnen möchte.
Begründung der Jury:
Mit Kälter liefert Andreas Pflüger nicht zum ersten Mal einen Agententhriller, der Spannung, historische Dichte und charakterliche Tiefe zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis verbindet. In seinem breit ausgefächerten Stoff verschmilzt politische Zeitgeschichte mit actionreicher Thrillerkunst. Die historischen Bezüge zum Kalten Krieg und die präzise recherchierte Darstellung der Geheimdienstdynamik verleihen dem Roman nicht nur realistische Tiefe, sondern erheben ihn über bloße Unterhaltung. Die Heldin ist dabei mehr als nur eine Kampfmaschine: Kälter zeichnet sie als komplexe, verletzliche Figur, deren innerer Konflikt – zwischen Pflicht, Loyalität und persönlicher Rache – den Roman emotional auflädt.
Wir gratulieren den Preisträger:innen sehr herzlich!
Eva Hosemann, Bine Schulz und Eva Hooss-Pohl
Die Jurymitglieder entscheiden jährlich über die Vergabe der Stuttgarter Krimipreise. Dabei entscheiden die Jurymitglieder individuell und unabhängig vom Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. Die Juror:innen reichen am Ende eines jeden Kalenderjahres ihre Vorschläge in den unterschiedlichen Sparten ein. Daraus werden dann die jeweiligen Gewinner:innen ermittelt. Im Rahmen des Krimifestival Stuttgarter Kriminächte werden die Preise am Finale an die Preisträger:innen verliehen.

Dr. Susanne Eisenmann (Ministerin a. D.)
Tobias Gohlis (Kolumnist Die Zeit / Sprecher und Gründer der KrimiZeit-Bestenliste)
Ulrike Heitmüller (Journalistin, Politikwissenschaftlerin, Theologin)
Beate Hiller (Buch im Süden)
Reinhard Jahn (Bochumer Krimi Archiv)
Günter Keil (Journalist, Kritiker, Moderator)
Susanne Martin (Schiller Buchhandlung, ehemals Schillerbuchhandlung, Stuttgart)
Dr. Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg)
Michaela Pelz (www.krimi-forum.de)
Heike Schiller (Freie Journalistin)
Thomas Wörtche (Literaturkritiker und Herausgeber)
Die Jurymitglieder entscheiden jährlich über die Vergabe der Stuttgarter Krimipreise. Dabei entscheiden die Jurymitglieder individuell und unabhängig vom Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. Die Juror:innen reichen am Ende eines jeden Kalenderjahres ihre Vorschläge in den unterschiedlichen Sparten ein. Daraus werden dann die jeweiligen Gewinner:innen ermittelt. Im Rahmen des Krimifestival Stuttgarter Kriminächte werden die Preise am Finale an die Preisträger:innen verliehen.